Fotoausstellung „TRAUERTATTOO- Unsere Haut als Gefühlslandschaft“

In den letzten Jahren sind ein Wandel und eine Veränderung der Trauerkultur zu beobachten. Friedhöfe als Orte der Trauer und des Erinnerns stehen in der Diskussion. Es ist nicht mehr allein das schön gepflegte Grab und der gelungen gestaltete Grabstein oder der Besuch am Grab, was zur Trauerbewältigung beiträgt. Früher wurde schwarze Kleidung als Zeichen des Verlustes einer nahestehenden Person getragen. Das ist heute oft nur noch bei der Beerdigung der Fall.

Neue vielfältige Formen des Ausdruckes der Trauer entstehen. Sei es das Aufstellen eines Holzkreuzes an der Unfallstelle, Erinnerungsschmuck, Kondolenzbucheinträge im Internet oder das Gestalten der Urne oder Bemalen des Sarges.

Eine ganz besondere Form, sich an jemanden zu erinnern und sich mit ihm für immer verbunden zu fühlen, ist das Tattoo. Es ist keiner speziellen Altersgruppe vorbehalten. Die Trauernden haben sich dazu lange und intensiv mit ihrer Entscheidung auseinandergesetzt. Ihre Trauer wird für jedermann sichtbar. Die Motive sind vielfältig und individuell. Sei es der Name, ein Datum, ein Symbol, wodurch man immer mit einem geliebten Menschen verbunden bleiben will. Auch muss ein Tattoo nicht immer schwarz sein.

Die Fotografin Stefanie Oeft-Geffarth und die Trauerbegleiterin Katrin Hartig haben Trauernde fotografiert und zu den Geschichten hinter dem Tattoo befragt. Entstanden ist eine beeindruckende Fotoausstellung „TRAUERTATTOO- Unsere Haut als Gefühlslandschaft“. Trauer wird sichtbar und soll gesehen werden.

Wir präsentieren diese Ausstellung vom 20. – 31.Mai 2019
Montag bis Samstag, 10.00 Uhr-18.00 Uhr
in der Feierhalle des Städtischen Bestattungsdienstes, Löbtauer Str. 70.
(Sonntag und Feiertag nach Absprache)

Am Samstag, den 25.05.2019 in der Zeit von 14.00 Uhr – 18.00 Uhr, besteht die Gelegenheit sich mit der Dresdner Tätowiererin Birgit Hahn und ehrenamtlichen Trauerbegleitern des Malteser Hilfsdienstes zum Thema auszutauschen.

Fotos: Stefanie Oeft-Geffarth

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