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Grabanlagen auf dem Heidefriedhof

Auf den städtischen Friedhöfen bestehen verschiedene Grabfelder, mit und ohne besondere Gestaltungsvorschriften für Erd- und Urnenwahlgräber.
Bei Neuerwerb einer Grabstätte werden Ihnen von der Friedhofsverwaltung die Gestaltungsrichtlinien erläutert.
Näheres regelt die aktuell gültige Friedhofssatzung unter:
www.dresden.de/media/pdf/satzungen/satzung_friedhof.pdf
www.dresden.de/media/pdf/satzungen/satzung_friedhofsgebuehren.pdf

Mögliche Grabstätten auf dem Heidefriedhof:

 
Erdbestattung

Für die Sargbestattung können sowohl Wahl- als auch Reihengräber genutzt werden. Die gesetzliche Ruhefrist beträgt für Kinder vor dem vollendeten 2. Lebensjahr 10 Jahre, sonst 20 Jahre.

 

  • Erdwahlgrab
  • Erdwahlgrab

Erdwahlgrab

Die Angehörigen suchen zusammen mit der Friedhofsverwaltung eine Grabstätte für den Verstorbenen aus. Es stehen dazu mehrere unterschiedliche Grabfelder zur Verfügung. Je nach Anlage des Grabfeldes kann dort ein Grabstein oder ein Holzgrabmahl aufgestellt werden. Eine Wahlgrabstätte erwerben Sie für eine Nutzungsdauer bis zu 20 Jahren. Je nach Größe der Grabstelle können in einem Wahlgrab mehrere Sargbestattungen und zusätzliche Urnenbeisetzungen erfolgen. Nach Ablauf der Grabnutzungszeit ist eine Verlängerung der Nutzungsdauer für jeweils 5 Jahre möglich. Oft werden Erdwahlgräber als Familiengrabstätten genutzt. Eine besondere Form der Erdwahlgräber sind Kindererdwahlgräber.

Erdreihengräber

Erdreihengrab

Reihengräber werden stets für eine einzige Sargbestattung vergeben. Die Grabfelder werden von der Friedhofsverwaltung festgelegt und der Reihe nach belegt. Die Reservierung einer Grabstelle innerhalb der Reihe ist nicht möglich. Die Nutzungszeit eines Erdreihengrabes entspricht der gesetzlichen Ruhefrist von 20 Jahren. Eine Verlängerung der Nutzungsdauer ist nicht möglich. Für die Gestaltung und Pflege der Grabstelle sowie deren Beräumung am Ende der Nutzungszeit sorgen die Angehörigen eigenverantwortlich.

Sarggemeinschaftsanlage
In der Sarggemeinschaftsanlage erhalten die Grabstellen keine Namensnennungen. Zu- und Ausbettungen sind nicht möglich. Die Flächen werden 6 Monate nach der Beisetzung eben angelegt und mit Rasen eingesät. Die Rasenpflege obliegt der Friedhofsverwaltung. Die Grabstellen werden für eine Grabnutzungszeit von 20 Jahren vergeben und sind als Erdreihengräber nicht verlängerbar.

Sarggemeinschaftsanlage
Anlage für die Bestattung verstorbener Muslime

Anlage für die Bestattung verstorbener Muslime

Für Mitbürger islamischen Glaubens gibt es auf dem Heidefriedhof ein speziell abgetrenntes Grabfeld mit einer besonderen Ausrichtung der Gräber nach Osten.

 
Urnenbeisetzung

Eine übliche Bestattungsform ist die Urnenbeisetzung. Für Urnen gibt es ebenfalls Wahl- und Reihengräber.
Die gesetzliche Ruhefrist beträgt 20 Jahre.

Urnenwahlgrab

Die Angehörigen suchen zusammen mit der Friedhofsverwaltung eine Grabstätte für den Verstorbenen aus. Urnenwahlgräber können bis zu 4 Urnen, mehrstellige Urnenwahlgräber bis zu 8 Urnen aufnehmen. Bei Urnenwahlgräbern kann das Nutzungsrecht verlängert werden.

Urnenreihengrab

Urnenreihengräber werden stets für eine einzige Urnenbeisetzung vergeben. Die einzelnen Grabfelder werden von der Friedhofsverwaltung festgelegt und der Reihe nach belegt. Als Urnenreihengräber gelten auch Gemeinschaftsanlagen. Das Nutzungsrecht kann nicht verlängert werden.

Urnengemeinschaftsgräber (UGG)

Urnengemeinschaftsgräber sind Grabstätten für mehrere Verstorbene, die mit Namen, Geburts- und Sterbejahr auf einem gemeinsamen Grabmal vermerkt sind. Das Nutzungsrecht an der Grabstätte wird für 20 Jahre erworben, eine Verlängerung ist nicht möglich. Bei dieser Grabart können keine Ausbettungen erfolgen.

  • Urnenwahlgrab
  • Urnenreihengrab
  • Urnengemeinschaftsgräber (UGG)

Urnengemeinschaftsanlage (UGA)

Die Urnengemeinschaftsanlage ist eine Rasenfläche ohne Kennzeichnung der einzelnen Grabstätten. Die Beisetzungen erfolgen der Reihe nach. Das Nutzungsrecht an der Grabstätte wird für 20 Jahre erworben, eine Verlängerung ist nicht möglich. Bei dieser Grabart sind keine Ausbettungen möglich.

Kindergrabanlage

Kindergräber gibt es auf dem Friedhof in einer speziellen Anlage sowohl als Wahlgräber für Erdbeisetzungen wie auch als Urnenwahlgräber für Urnenbeisetzungen. Die Wahlgräber sind dabei immer einstellig, wobei sich die Grabgröße nach dem Alter der Verstorbenen richtet. Die Aufstellung eines Holzgrabmales ist möglich.

Fehlgeburtenanlage

Die Fehlgeburtenanlage ist eine spezielle Gemeinschaftsanlage zur Bestattung von nicht bestattungspflichtigen Kindern unter 500g. Das Besondere an dieser Anlage besteht darin, dass Einzelurnen, Sammelurnen und auch Erdbestattungen möglich sind. Die Pflege dieser Anlage erfolgt über das Friedhofspersonal.

  • Urnengemeinschaftsanlage (UGA)
  • Kindergrabanlage
  • Fehlgeburtenanlage
Baumgrabanlage

Baumgrabanlage

Die Urnen werden einzeln in der Nähe eines Baumes beigesetzt. Nach der Beisetzung wird die Stelle wieder dem Waldboden angeglichen. Die Nutzungszeit entspricht der Ruhefrist von 20 Jahren für Urnen. Sie kann nicht verlängert werden. Es besteht kein Anspruch auf einen Baum. Die Pflege der Grabanlage wird durch das Friedhofspersonal vorgenommen. Entsprechend dem Charakter der Baumgrabanlage als naturbelassenes Waldstück ist eine individuelle Gestaltung durch Pflanzen, Blumenschmuck oder Ähnliches nicht möglich. Bei dieser Grabart können keine Ausbettungen erfolgen.

Baumwahlgrab am Einzelbaum

Baumwahlgrab am Einzelbaum
Im Randbereich des Friedhofs befinden sich ausgewählte Bäume an denen man bis zu vier Urnen beisetzen kann. Die Grabstellen werden für 20 Jahre mit Verlängerungsoption erworben. Die Grabstelleninhaber können hier ein oder zwei kleine liegende Grabmale auf der Fläche um den Baum, unter Beachtung des Wurzelschutzes aufbringen. Die individuelle Grabpflege sollte den naturnahen Gegebenheiten der Umgebung nicht entgegenstehen. Im Rahmen der Verkehrssicherung werden die Flächen von größeren Ästen beräumt, ohne den Waldcharakter zu stören. Erforderliche Ersatzpflanzungen des Baumes werden je nach den örtlichen Bedingungen in unmittelbarer Nähe angestrebt.


Baumwahlgrab am Gruppenbaum

Baumwahlgrab am Gruppenbaum
Um ausgewählte Bäume in bestimmten Bereichen im Friedhofsgelände werden Kreisflächen in vier Kreissegmente geteilt. Jedes Segment ist ein Urnenwahlgrab für bis zu zwei Urnen. Zur Namensnennung kann ein kleines, liegendes Grabmal entsprechend der Friedhofssatzung mit einer Größe von 0,25m² aufgebracht werden. Die Grabstelleninhaber können selbst entscheiden, wie viele Kreissegmente sie erwerben wollen. Die Grabstellen werden für 20 Jahre erworben, die bei der zweiten Beisetzung und bei Ablauf auf Wunsch verlängert werden. Eine der Umgebung angepasste individuelle Grabpflege durch die Angehörigen ist möglich aber nicht zwingend notwendig und kann jederzeit eingestellt oder wieder aufgenommen werden. Dabei ist ein Schutzbereich von 1,50 m um den Baum zum Schutz der Wurzeln einzuhalten. Die Flächen werden im Rahmen der allgemeinen Grabfeldpflege in Ordnung gehalten. Erforderliche Ersatzpflanzungen des Baumes werden je nach den örtlichen Bedingungen in unmittelbarer Nähe angestrebt.

Partnergräber im grünen Band
In einem zentral gelegenen Grabquartier entstehen Urnenwahlgräber für zwei Urnen. Hier finden Partner ihre letzte Ruhe, die auch ihr Leben zusammen verbracht haben. Der Vorteil für die Hinterbliebenen besteht darin, dass Sie ihren Partner auf einer bestehenden, gepflegten Anlage bestatten lassen und die Nutzungsrechte für sich als Partner gleich mit erwerben. Eine Grabpflege ist auf einer begrenzten Fläche möglich. Die Flächenbegrünung wird von der Friedhofsverwaltung betreut. Die Errichtung eines Grabmals ist ausdrücklich erwünscht. Eine Verlängerung der Grabstätten, nach Ablauf der Ruhefrist von 20 Jahren, ist möglich.

 

Hinweis:

Bitte beachten Sie, dass sämtliche Gemeinschaftgräbern und Gemeinschaftsanlagen durch den Friedhof gepflegt werden. Die Friedhofsverwaltung bittet darum, dass zum Ablegen von Kränzen und Blumen die dafür vorgesehenen Plätze verwendet werden.

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