Der Urnenhain Tolkewitz

Kulturdenkmal mit geschichtlicher, künstlerischer und
landschaftsgestaltender Bedeutung

Die Umgestaltung und Erweiterung der Anlage geschah ab 1923 durch Stadtbaurat Paul Wolf. So entstanden 1924 das Rosarium, 1926 das Kolumbarium sowie ab 1928/29 der Neue Park mit der Terrassenanlage und dem Teich der Tränen. Ab 1948 erfolgten Beisetzungen in die erste Dresdner Urnengemeinschaftsanlage (Grüne Wiese). Ergänzt wurde das Angebot ab 1997 mit der Möglichkeit der Beisetzungen in Urnengemeinschaftsanlagen mit Namensnennung.

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich aktuell die neu eingerichteten Grabfelder ohne besondere Gestaltungsvorschriften. Hier ist eine sehr individuelle und moderne Gestaltung von Grabmal und Grabstätte möglich.

Auch heute finden auf dem Urnenhain ausschließlich Urnenbeisetzungen statt.

Mehr über diesen Friedhof erfahren sie in unseren Publikationen:

Bedeutende Grabmale (PDF, 10MB)

Persönlichkeiten (PDF, 10MB)

Friedhofsanlage & Feierräumlichkeiten

Friedhofsbroschüre Urnenhain Tolkewitz

Urnenhain Tolkewitz „Informationen zu Grabarten und Beisetzungsmöglichkeiten”

Friedhofsbroschüre als PDF Datei

Grabanlagen auf dem Urnenhain Tolkewitz

Auf den städtischen Friedhöfen bestehen verschiedene Grabfelder, mit und ohne besondere Gestaltungsvorschriften für Erd- und Urnenwahlgräber.
Bei Neuerwerb einer Grabstätte werden Ihnen von der Friedhofsverwaltung die Gestaltungsrichtlinien erläutert.

Näheres regelt die aktuell gültige Friedhofssatzung unter:

www.dresden.de/media/pdf/satzungen/satzung_friedhof.pdf

www.dresden.de/media/pdf/satzungen/satzung_friedhofsgebuehren.pdf

Der Verabschiedungsraum

In der Vergangenheit fand die Aufbahrung sehr oft im Haus oder der Wohnung des Verstorbenen statt. Durch die veränderte Wohnsituation ist dies heute oftmals aus räumlichen und hygienischen Gründen nicht mehr möglich.

Im Verabschiedungsraum haben die Hinterbliebenen die Möglichkeit, dem Verstorbenen noch einmal ganz nahe zu sein, am offenen Sarg von ihm Abschied zu nehmen, ein letztes Mal seine Hand zu halten oder ihm etwas auf den letzten Weg mitzugeben.

Die Aufbahrung eines Verstorbenen gibt den Angehörigen, Freunden, Bekannten und Nachbarn die letzte Möglichkeit, Abschied zu nehmen und loszulassen, den Tod eines Menschen zu begreifen und zu akzeptieren.

Für den Trauerprozess und die Trauerbewältigung ist eine Aufbahrung sehr wichtig.

Sollte aus hygienischen Gründen eine Verabschiedung am offenen Sarg nicht möglich sein, können die Hinterbliebenen – vom Verstorbenen räumlich getrennt durch eine Glasscheibe – am geöffneten oder geschlossenen Sarg gedenkend verweilen.

Die Feierhalle

In der würdigen und einmalig schönen Feierhalle des historischen Krematoriums finden bis heute Sarg- und Urnenfeiern statt. Mit bis zu 120 Plätzen bietet sie auch für große Trauerfeiern ausreichend Raum.

Zur musikalischen Ausgestaltung der Trauerfeiern stehen eine Orgel sowie moderne Tontechnik zur Verfügung. Die Orgel wurde im Jahr 1911 vom Dresdner Orgelbauer Johannes Jahn errichtet und erreicht einen wunderbaren Klang. Mit Hilfe einer neuen Mikrofonanlage sind die Pfarrer und Trauerredner sehr gut zu verstehen.

Durch einen Aufzug und eine behindertengerechte Toilette im Gebäude, ist es auch Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung möglich, an den Feiern und Veranstaltungen teilzunehmen.

Das Urnenzimmer

Um für kleinere Trauergemeinden einen würdigen Raum zur feierlichen Verabschiedung vor der Beisetzung zu bieten, wurde im Verwaltungsgebäude des Urnenhains ein Urnenzimmer geschaffen.

Der neugestaltete Feierraum bietet Platz für bis zu 12 Personen und ist mit einem Harmonium und moderner Tontechnik zum Abspielen von Musikstücken während der Trauerfeier ausgestattet.

Die Friedhofsverwaltung

In der Friedhofsverwaltung auf dem Urnenhain Tolkewitz stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für alle Fragen, die den Friedhof betreffen, zur Verfügung. Bei einer Beisetzungsanmeldung können sich die Angehörigen über die Beisetzungsmöglichkeiten und die Grabarten informieren. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern wird die Grabstelle ausgesucht.

Je nach Wunsch der Angehörigen und Arbeitsweise des ausgewählten Bestattungsinstitutes kann die Anmeldung zur Beisetzung zusammen mit dem Bestattungsinstitut erfolgen oder die Angehörigen wenden sich direkt an die Friedhofsverwaltung. Es sollten die persönlichen Daten des Verstorbenen und die Sterbeurkunde vorliegen. Auch hier ist wieder der nächste geschäftsfähige Angehörige verantwortlich und vertragsberechtigt.

Über den Ablauf der Trauerfeier, die Wahl des Raumes, die Musikempfehlung, Musiker­ und Redner­bestellung und vieles mehr werden die Angehörigen beraten, um anschließend nach eigenem Wunsch die individuelle Trauerfeier gestalten zu können. Darüber hinaus geben Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch Hinweise zur Friedhofssatzung und das Bestattungsgesetz, Grablagen von verstorbenen Freunden und Bekannten und allgemeine Auskünfte.

Mögliche Grabstätten auf dem Urnenhain Tolkewitz: Urnenbeisetzung

Eine übliche Bestattungsform ist die Urnenbeisetzung. Für Urnen gibt es ebenfalls Wahl- und Reihengräber. Die gesetzliche Ruhefrist beträgt 20 Jahre.

Urnenwahlgrab

Die Friedhofsverwaltung des Urnenhains bietet Urnenwahlgrabstätten in verschiedener Größe und unterschiedlicher Lage auf dem Friedhof an. Es handelt sich hier um das ganz klassische Familiengrab, welches nach Ablauf der Ruhefrist grundsätzlich verlängert werden kann.

Die Angehörigen suchen zusammen mit der Friedhofsverwaltung eine Grabstätte für den Verstorbenen aus. Urnenwahlgräber können bis zu 4 Urnen, mehrstellige Urnenwahlgräber bis zu 8 Urnen aufnehmen.

Die Gebühren richten sich nach der Größe der Grabstellen.

Urnenreihengrab

Urnenreihengräber werden stets für eine einzige Urnenbeisetzung vergeben. Die einzelnen Grabstätten werden von der Friedhofsverwaltung festgelegt und der Reihe nach belegt.

Eine Verlängerung des Nutzungsrechtes ist hier nicht möglich.

Partnerstelle

Stadtbaurat Paul Wolf schuf in der 1920iger Jahren unter der Überschrift: „Im Tod sind alle gleich“ die Mauerstellen. Heute werden diese Grabstellen für bis zu 2 Urnen von der Friedhofsverwaltung als Partnerstellen angeboten, da diese Grabart gern von Ehepartnern gewählt wird. Auf einer Kupferplatte können Name, Geburts- und Sterbedatum der Verstorbenen genannt werden. Die überschaubare Pflege der Grabstellen erfolgt durch die Angehörigen oder durch eine beauftragte Gärtnerei. Das Nutzungsrecht der Grabstätte kann verlängert werden.

Urnengemeinschaftsgräber (UGG)

Durch die veränderte Mobilität in der Arbeitswelt, die räumliche Trennung von Familien oder gesundheitliche Beeinträchtigungen ist es für viele Hinterbliebene nicht mehr möglich, das Nutzungsrecht an einer Grabstätte mit der damit verbundenen Pflegebelastung zu übernehmen. Daher bietet die Friedhofsverwaltung Gemeinschaftsgräber mit Namensnennung an.

In einem Urnengemeinschaftsgrab werden bis zu zwanzig Urnen bzw. bei einer Säule bis zu dreißig Urnen je Grabstätte in der Reihenfolge der Bestattungen beigesetzt. Auf einem Grabmal stehen die Namen sowie das Geburts- und Sterbedatum der dort Beigesetzten.

Die Pflege des Grabes wird vom Friedhofspersonal durchgeführt. Eine individuelle Grabgestaltung, eine Verlängerung der Nutzungszeit sowie Umbettungen können hier nicht erfolgen.

Urnengemeinschaftsanlage (UGA)

Die Beisetzung in einer Urnengemeinschaftsanlage erfolgt namenlos in eine speziell dafür vorgesehene und gestaltete Rasenfläche, auch „Grüne Wiese“ oder „Blümchenwiese“ genannt. Die Pflege der Anlage erfolgt ausschließlich durch die Friedhofsmitarbeiter. Eine individuelle Grabgestaltung sowie eine Ausbettung von Urnen aus der Anlage sind nicht möglich. In eigens dafür vorgesehenen Behältern können am Rand der Rasenflächen Blumen abgestellt werden.

Urnengemeinschaftsanlage mit Rosen (Rosen-UGA)

Die Urnengemeinschaftsanlage mit Rosen ist eine mit Rosen gestaltete Grabanlage ohne Kennzeichnung der einzelnen Grabstätten. Die Beisetzungen erfolgen der Reihe nach. Das Nutzungsrecht an der Grabstätte wird für 20 Jahre erworben, eine Verlängerung ist nicht möglich. Bei dieser Grabart sind keine Ausbettungen möglich.

Columbarium

Eine besondere Möglichkeit der Beisetzungen von Urnen ist im Columbarium gegeben. Das einzige Columbarium im Dresdner Raum wurde 1926 nach Plänen von Stadtbaurat Paul Wolf ganz nach den Ideen der Friedhofsreformbewegung geschaffen. Die Anlage mit Ihren 5 Innenhöfen entstand in dem damals hochmodernen Muschelkalkbetonwerkstein.

Bis zu zwei, vier oder 6 Urnen können hier in einer Mauernische beigesetzt werden. Die Nischen werden mit einer Platte verschlossen, auf der Name, Geburts- und Sterbedatum angebracht werden können. Eine individuelle Grabgestaltung ist im Columbarium nicht möglich.

Die Nutzungszeit kann verlängert werden.

Grabfelder ohne besondere Gestaltungsvorschriften

Um den Wunsch von Hinterbliebenen nach weniger Reglementierung bei der Gestaltung von Grabmal und Stelle zu entsprechen, wurden auf dem Urnenhain Grabfelder ohne besondere Gestaltungsvorschriften eingerichtet. Hier ist der Nutzungsberechtigte relativ frei in der Auswahl von Grabmalgröße und -material. Goldschrift, Politur und Bilder sind auf den Gedenksteinen zugelassen. Die Grabstätten dürfen baulich eingefasst und auch mit Kies oder Splitt belegt werden. Eine Verlängerung des Nutzungsrechtes nach Ablauf der Ruhefrist ist problemlos möglich.

Terrassenanlage

Die Terrassenanlage mit dem Teich der Tränen ist das „Herzstück“ des 1928 geschaffenen Neuen Parkes. Die vier terrassierten Grabreihen schließen sich ringartig um das Wasserbecken. Die sonnige und geschützte Lage der Wahlgräber verleiht diesem Grabfeld einen ganz besonderen Flair.

Die Grabstätten können individuell bepflanzt werden. Eine Verlängerung des Nutzungsrechtes ist möglich.

Reihenstellen

Die Anfang der 1920er Jahre geschaffenen Reihenstellen sind klassische Familienwahlgrabstätten. Auf der Fläche von einem halben Quadratmeter können bis zu vier Urnen beigesetzt werden.

Die einheitliche Grabmalhöhe von 70 cm vor einer Koniferenhecke verbindet die einzelnen Grabstellen zu einer wunderschönen Gesamtanlage. Bei dieser Grabform ist eine Individuelle Grabbepflanzung genauso möglich wie eine Verlängerung des Nutzungsrechtes.

Hinweis:

Bitte beachten Sie, dass sämtliche Gemeinschaftgräber und Gemeinschaftsanlagen durch den Friedhof gepflegt werden. Die Friedhofsverwaltung bittet darum, dass zum Ablegen von Kränzen und Blumen die dafür vorgesehenen Plätze verwendet werden.

* Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an info@bestattungen-dresden.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Parkmöglichkeiten am Friedhof sind auf der Tolkewitzer Straße ausreichend vorhanden. Es ist nicht gestattet auf das Friedhofsgelände zu fahren.
Verkauf von Blumen und Pflanzen direkt vor dem Friedhof.
Sie erreichen den Urnenhain mit den Straßenbahnlinien 4 und 6 – Haltestelle Tolkewitz Schulcampus.